Karya: Rüdiger Nazar
Die Nacht war scheiße gelaufen...
konnte nicht schlafen...irgend etwas ging mir im Kopfe herum.
Dachte an alte Zeiten...an meine Jugend...meine Ehe...und überhaupt so an mein
Leben.
Was habe ich alles falsch gemacht `? Ja...es war bestimmt so vieles. Damals sah
ich es nicht ein...aber heute...
ja heute...mein Gott...bitte verzeih mir.
So oft bin ich traurig...weine einfach so vor mich hin...warum weiß ich nicht
zu sagen...es kommt einfach so.
Ich weine wenn ich Kriegsfilme sehe...oder...Tiermißhandlungen...oder wenn
Kinder gequält werden...manchmal bis zum Tode...und ich...ich sterbe innerlich
mit.
Und ich...ich laufe einfach los...muß meine Wohnung verlassen...renne los...in
den Wald...bekomme keine Luft mehr...bis zum Ersticken...und schreie...und
schreie und mache mir Luft....trete vor Bäume...die nichts dafür können...und
verfluche Gott und die Welt.
Und dann...dann sitze ich auf dieser Bank...dieser alten hölzernen Bank aus
Eichenholz...im bunten Garten...und mein Blick ist total verschwommen...meine
Augen sind von Tränen feucht.
Ich sehe die Welt um mich herum nicht mehr...als ich diese liebliche Stimme
höre.
Hallo...darf ich mich zu ihnen setzen ?.
Ich sehe auf...eine Gestalt...zierlich...weiblich...mit rotem Haar.
Aber bitte sage ich...warum nicht....sie setzt sich.
Hi...ich heiße Heidi...und du ? Ich lächle...hi...Rüdiger.
Das Wetter ist schön sagt sie...viel zu schön für eine Novembertag...viel zu
warm.
Ja sage ich...der goldene November...nein eigentlich heißt es...der
goldene October....sie lacht.
Das Laub lieg sicherlich schon auf dem Boden...sagt sie...und ich sehe auf.
Ja...sicher...der Boden ist bunt...und wunderschön.
Und dann merke ich...wie ihre Hände sich zu meinen hin tasten.
Verzeihung sagt sie...verzeih...ich bin blind.
Erst jetzt merke ich...das ihr Blick einfach so in`s nirgendwo geht.
Und sie...sie lächelt...und es ist ein Lächeln...als würde sie alles
sehen...was wir nicht sehen.
Die Sonne küsst mich...wenn ich morgens aufstehe...sagt sie...und
nachts...singt der Mond mir ein Lied.
Und ich...ich halte ihre Hand...und sage...ja...und wenn der Wind
säuselt...reden Elfen zu mir.
Sie lächelt...ein so wunderschönes Lächeln.
Darf ich dich fühlen? so...wie du aussiehst ? Ja sage ich zaghaft...natürlich.
Ihre zarten Hände streicheln sich zu meinem Gesicht empor. Ha...du hast einen
Bart? Ja sage ich...schlimm ?
Nein...überhaupt nicht...und sie lächelt.
Du bist aber noch nicht so alt...oder ? Ich schlucke. Nein...eigentlich
nicht.,..!
Deine Haut ist zart...und du hast weiche Züge. Ich schlucke...ja...nein....wie
man es sieht.
Und sie...sie drückt meine Hand ganz feste...bin ich eine schöne Frau ?
Und ich...ich nehme ihr Gesicht in meine Hände...hallo...du bist wunderschön...
und sie...sie lächelt...
und ich...ich danke Gott dafür...das ich dich kennenlernen durfte.
Sie gab mir einen Kuss...den ich nie vergessen werde.
sumber: http://www.e-stories.de/kurzgeschichten.phtml?autob
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